Mit dem Fahrrad bis nach Airlie Beach – Mittlerer Streckenabschnitt bis Brisbane mit dem Auto

Nach einer 115 km Etappe entschied ich mich in Townsville einen Tag Pause einzulegen. Eigentlich wollte ich die Kilometer reduzieren. Aber nachdem ich die 60 Kilometer zu einem kostenlosen Campingplatz ohne Dusche schon um 9 Uhr hinter mir hatte, entschied ich mich nach ein paar Stunden die restlichen Kilometer nach Townsville auch noch zu fahren. Es war etwas bewölkt und somit waren die restlichen Kilometer trotz Mittagssonne relativ angenehm zu fahren. Die Stadt an sich hatte außer der schönen Esplanade nicht so viel zu bieten. Allerdings hatte man die Möglichkeit mit der Fähre nach Magnetic Island zu fahren. Dort konnte man unterschiedliche Strände besuchen. Da ich nur ein paar Stunden auf Magnetic Island bleiben wollte, entschied ich mich letztendlich für die Horseshoe Bay im Norden der Insel.

Am nächsten Tag besuchte ich nach einer relativ kurzen Tagesetappe von 22 km das südlich von Townsville liegende Billabong Sanctuary. Hier hatte man die Möglichkeit typisch australische Tierarten zu besichtigen. Die Präsentationen und Fütterungen der Tiere waren sehr gut gemacht. Es war sehr interessant, einige dieser Tiere aus der Nähe zu sehen und auch berühren zu können. Der schöne Tag wurde anschließend noch durch den bisher schönsten Campingplatz inklusive Pool und Jacuzzi abgerundet.

Die folgenden Tage bis nach Airlie Beach bestanden aus dem morgendlichen Fahren von ca. 6 Uhr bis 10 Uhr. Dafür, dass ich aufgrund der Hitze nur am Morgen fahren konnte, kam ich ganz gut voran. Jedoch hätte ich bis nach Sydney in dem Tempo jeden Tag mit dem Fahrrad fahren müssen. Daher entschied ich mich, nach bisher 700 gefahrenen Kilometern in Australien den mittleren Teil bis Brisbane mit dem Auto zurückzulegen. Das verschafft mir etwas Luft und ich kann auch die wirklichen Highlights der australischen Ostküste besuchen.

In Airlie Beach buchte ich daraufhin eine Tagestour zu den Whitsundays. Der erste Stop war ein kleines Riff vor einer unbewohnten Insel. Hier hatte man die Möglichkeit für 1 Stunde zu schnorcheln. Eigentlich hatte ich gar nicht vor zu schnorcheln, aber wenn man schon mal die Möglichkeit hat. Ein Riff aus der Nähe zu sehen war schon mal was anderes. Obwohl ich gefühlt 2 Liter Salzwasser geschluckt hatte ein schöner Zwischenstopp. Danach ging es weiter zum Hill Inlet Lookout. Die Aussicht war wirklich beeindruckend schön und durch die Sonne erstrahlte das Wasser hellblau, wie man es normalerweise nur in der Werbung sieht. Das letzte Highlight der Tour war der Besuch am Whitehaven Beach. Der Strand hat einen Quarzgehalt von fast 99% und ist daher einer der weißesten Strände der Welt. Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug, der durch den wirklich lustigen Tourguide noch besser wurde.

Die Tage darauf ging es über Rockhampton, Gladstone und Agnes Water bis nach Hervey Bay. Viel zu sehen gab es auf dieser Strecke nicht. Von daher war es gut, dass ich gerade diese lange Strecke mit dem Auto gefahren bin. In Agnes Water konnte man ein Känguru Schutzgebiet besuchen. Die Tiere sind hier nicht eingezäunt und auch weniger scheu. Daher konnte man die Tiere auch gut streicheln und entsprechende Bilder machen.

Von Hervey Bay werde ich in 2 Tagen eine Tagestour nach Fraser Island machen. Danach soll es über Sunshine Coast bis nach Brisbane gehen. Das Auto gebe ich am 8. November in Brisbane zurück. Danach werden die restlichen 1000 Kilometer von Brisbane nach Sydney wieder mit dem Fahrrad zurückgelegt.

Noch dazu hoffe ich, dass bis dahin die Brutsaison der Magpies zu Ende ist, die gegenüber Fahrradfahrern in dieser Zeit sehr aggressiv sind. Zuletzt kam es am Tag auf bis zu 30 Angriffe. Die Vögel an sich können „nur“ Verletzungen an Augen und Ohren verursachen. Allerdings kann es aufgrund der teilweise überraschenden Angriffe auch zu stürzen und Unfällen kommen. Auf dem Highway, auf dem auch sehr viele Autos und LKWs unterwegs sind, sicherlich nicht das Beste. Außerdem werden die Temperaturen Richtung Süden etwas milder. Das frühe Aufstehen und Losfahren werde ich zunächst trotzdem beibehalten.

Dieser Beitrag wurde unter Australien veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.